G) Die Anwendung des GALVANISCHEN HEILPFLASTERs

1. Verspannungen im Schulter-Nacken-Bereich

Eine besondere und sehr häufige Art von Muskelschmerzen bilden die Verspannungen im Schulter-Nacken-Bereich. Beidseits auf dem Schulterkamm in der Nähe des Überganges zum Hals kann nahezu jeder von uns je einen druckschmerzhaften Punkt feststellen. Je mehr der sogenannte Kapuzenmuskel (Abbildung 20 mit diesen Punkten) in seinen oberen Anteilen verspannt ist, desto größere Schmerzen können mit dem Druck auf diese Punkte ausgelöst werden. Vor allem Tätigkeiten am Schreibtisch bzw. Computer haben diese Beschwerden zur Folge.

Abbildung 20 Abbildung 21

Besonders die Halswirbelsäule hat unter der Fehlhaltung durch zunehmende sitzende Tätigkeiten zu leiden. Die natürliche, nach vorn geschwungene Form ist bei Arbeiten im Sitzen durch das Vorbeugen des Kopfes aufgehoben bzw. ins Gegenteil verkehrt. Dadurch entstehen Störungen mit Reizzuständen der Nervenwurzeln, die die Halswirbelsäule verlassenden. Äußerst schmerzhafte muskuläre Verspannungen des für das Halten des Kopfes besonders bedeutsamen Kapuzenmuskels sind die Folge.

Die beiden angesprochenen Punkte stellen aber auch Triggerpunkte, Reflexpunkte des Muskels, dar, über die eine reflektorische Muskellockerung mit einem äußerst kleinen Gleichstrom möglich ist (siehe Kapitel E 2.2.2.).

Bei Schmerzen im Schulter-Nacken-Bereich sollten die Elektroden des Galvanischen Heilpflasters auf den Druckpunkten des Kapuzenmuskels nach Abbildung 21 angebracht werden, wobei die Seitenwahl für die Kupfer- und die Aluminium- ohne Bedeutung ist.

2. Wirbelsäulenstreckmuskulatur allgemein

Für die Beseitigung schmerzhafter Verspannungen im Bereich der Wirbelsäulenstreckmuskulatur, die die Hauptursache der häufigen Rückenschmerzen darstellen, werden die Elektroden bei einseitigen Beschwerden auf der langen Rückenstreckmuskulatur der betroffenen Seite befestigt, oberhalb und unterhalb des schmerzenden Gebietes direkt auf den Muskelwulst.

Bei beidseitigen Beschwerden werden die Pflaster auf der Dornfortsatzreihe der Wirbelkörper (in der Rückenmittellinie) angebracht. Da sich die Rückenmittellinie bei den meisten Menschen in einer Rinne zwischen dem rechten und linken Anteil der Rückenstreckmuskulatur befindet, würden die Elektroden keinen Kontakt zur Haut erhalten, wenn sie genau in der Mitte angebracht werden würden. Um ein derartiges "Freihängen" verhindern zu können, klebt man die betreffende Pflasterelektrode ein wenig von der Rückenmittellinie weg gegen den Innenrand der Rückenstreckmuskulatur einer Seite (Abbildung 22).

Wenn Sie gar keine seitlichen Unterschiede verspüren, ist die gewählte Seite auch hier ohne größere Bedeutung. Dabei kommt die Aluminium-Elektrode [Anode oder +Pol] oberhalb und die Kupfer-Elektrode [Kathode oder -Pol] unterhalb des betroffenen Segmentes zu sitzen. Das gilt allgemein für die Anwendung an allen Abschnitten der Wirbelsäule.

3. Beschwerden im Halswirbelsäulenbereich

Da die Wirbelsäule gerade in ihrem Halsabschnitt die größte Beweglichkeit besitzt, ist sie hier auch besonders anfällig. Viele haben den "Hexenschuß der Halswirbelsäule" in Form des muskulären Schiefhalses schon erlebt. Eine falsche Bewegung, nachdem Sie z.B. beim Schwitzen "Zug bekommen" haben, kann diesen äußerst schmerzhaften Zustand auslösen. Auch hier können Sie das Galvanische Heilpflaster sehr gut anwenden.

Wie oben beschrieben, werden die Elektroden in Wirbelsäulenmitte (Aluminium nach oben und Kupfer nach unten) aufgeklebt. Um die obere (Aluminium)-Elektrode zur besseren Wirksamkeit dieser speziellen Anordnung besonders dicht an den Haaransatz zu bekommen, sollten Sie den Nacken gründlich ausrasieren und den oberen Kleberand entsprechend nebenstehender Abbildung einfach abschneiden. Die Kupfer-Elektrode kleben Sie bitte auf den 7. Halswirbel (knöcherner Vorsprung der Wirbelsäule in Schulterhöhe!).

4. Schmerzen im Lendenwirbelsäulenbereich

Speziell bei den sehr häufigen Beschwerden im Lendenwirbelsäulenbereich wird die untere Elektrode (Kupfer) direkt oberhalb am Ende der Analrinne befestigt. Das hier vom Kreuzbein gebildete Plateau bietet die besten Voraussetzungen für einen festen Sitz der Pflasterelektrode. Die Aluminium-Elektrode kleben Sie dann bitte oberhalb der schmerzenden Region entsprechend der unter 2. gegebenen Hinweise auf die Wirbelsäule. Beim Befestigen der oberen Elektrode beugen Sie sich am besten so weit wie möglich vor, damit das Verbindungskabel dann später für alle Bewegungen der Wirbelsäule ausreichend lang ist. Bei Ischiasbeschwerden ist vorzugsweise die Klebetechnik nach Abbildung 23 zu wählen. Die Elektroden werden hierfür direkt über den Kreuzbein-Hüftgelenken (sog. Venusgrübchen) plaziert.

5. Arthroseschmerzen

Der Verschleiß an den Knorpelflächen besonders der großen Gelenke Knie-, Schulter- und Hüftgelenk führt bei vielen Menschen mit zunehmendem Alter zu starken Beschwerden, den sogenannten Arthroseschmerzen.

Da der Galvanische Strom eine ausgeprägte schmerzlindernde (analgisierende) und entzündungshemmende Wirkung hat, wird er in Form einer Querdurchströmung der Gelenke angewandt. Auch hier spielen bestimmte, für elektrische Ströme äußerst sensible Punkte, die sich in der Gelenkhaut befinden, eine große Rolle.

Bei Arthroseschmerzen klebt man die Elektroden beidseits an das Gelenk, wobei die Kupfer-Elektrode auf der Seite des Gelenkes plaziert wird, wo Sie die stärkeren Schmerzen verspüren.

Bei Anwendung am Kniegelenk werden die Elektroden innen und außen jeweils auf den Kniegelenksspalt geklebt. In diesem Zusammenhang sollte erwähnt werden, daß die Pflasteranordnung so flach auf der Haut liegt, daß von den Patientinnen auch bei der Behandlung des Kniegelenkes Feinstrumpfhosen ohne Bedenken getragen werden können.

Eine galvanische Durchströmung ist aber auch im Bereich der Schultergelenke möglich. Die Elektroden werden vorn und hinten auf das Gelenk geklebt, wobei Sie Stellen wählen sollten, die wenig durch Bewegungen in der Schulter beeinträchtigt werden (Abbildung 26).

Bei Beschwerden im Hüftgelenk wird die Elektrodenanordnung nach Abbildung 27 empfohlen. Vorn klebt man kurz unterhalb der Leiste, etwa in der Mittellinie des Oberschenkels und hinten seitlich in die flache Mulde neben dem Gesäßmuskel. Die Lage von Aluminium- bzw. Kupferelektrode ist ohne größere Bedeutung.

6. Schmerzhafte Muskelverspannungen

Die häufigste Folge von (für den Körper) ungewohnten Belastungen sind die Muskelverhärtungen, die äußerst schmerzhaft sein können. Oft entwickelt sich in den Muskel lediglich um die Nerveneintrittsstelle (am sog. Muskeldruckpunkt bzw. Triggerpunkt) eine besonders schmerzhafte punktförmige Muskelverhärtung. Dann plaziert man die Kupfer-Elektrode direkt auf dem Schmerzpunkt. Die Aluminium-Elektrode wird in Richtung Körper daneben geklebt. Häufig tritt dieser Zustand etwa in der Mitte der Wadenmuskeln auf, worunter besonders auch die Rikscha-Fahrer in Südostasien leiden. Diese benutzen ein kleines Holzstäbchen, daß sie im Sinne einer Triggerpunktreizung (Reflextherapie) selbst in die Haut über dem schmerzhaften Wadenpunkt stechen.

Im Falle solch akuter Krankheitsbilder werden die beiden Elektroden des Galvanischen Heilpflasters in Längsrichtung der verletzten Extremität beidseits des betroffenen Areals angebracht. Dabei sollte die Aluminium-Elektrode zum Rumpf hin und die Kupfer-Elektrode zum Ende der Extremität hin geklebt werden (Abbildung 28). Offene Hautverletzungen dürfen mit den Elektrodenpflastern allerdings nicht in Kontakt gebracht werden.

7. Spezielle Verletzungen und Beschwerden durch den Sport

7.1. Muskelverletzungen

Muskelverspannungen betreffen oft die Extremitäten, wo sie meist durch Sportverletzungen (Zerrungen und Prellungen) hervorgerufen werden. Der Muskel versucht durch den Willen des Sportlers noch Leistungen zu vollbringen, zu denen er aufgrund fehlender Kraftreserven und unzureichendem Trainingszustand schon nicht mehr in der Lage ist. Die Muskelkontraktion ist nicht mehr kraftvoll und geschmeidig, sondern verkrampft und schmerzhaft. Außer in der Wadenmuskulatur gibt es diese schmerzhaften Verhärtungen auch in anderen Muskeln, beispielsweise in der Oberschenkel- sowie Oberarmmuskulatur und im Schulter-Nacken-Bereich.

Allgemein kann man sagen, daß sich fehlbelastete Muskulatur verkrampft und schließlich zu schmerzhaften Verhärtungen führt. Ein sanfter Gleichstrom kann diese Muskelverspannungen wieder lockern.

Ähnliche Beschwerden rufen beispielsweise auch die Sportverletzungen wie Muskelzerrungen, Prellungen, Blutergüsse, der allen bekannte Muskelkater und kleine Muskelfaserrisse hervor. Dabei haben die beiden letztgenannten "Verletzungen" eine ähnliche Ursache.

Denn auch beim Muskelkater handelt es sich um eine Muskelverletzung. Der Muskelkater wird nicht, wie man früher glaubte, durch eine vermehrte Milchsäureanreicherung im Muskel hervorgerufen. Es konnte vielmehr festgestellt werden, daß der Muskelkater besonders bei großen Kraftleistungen des Muskels dann auftritt, wenn die Muskelspannungsanpassung an die Leistung nur unbefriedigend möglich ist, wie z.B. beim Herabsteigen eines Berges. Heute weiß man, daß es in solchen Fällen zu kleinen Rissen in den Trennwänden der Muskelfasern kommt, bei deren Heilung Stoffe freigesetzt werden, die nach einer bestimmten Zeit Schmerzen im Muskel verursachen.

Bei all den genannten Sportverletzungen kann eine Schmerzlinderung und Beschleunigung des Heilungsprozesses durch den sanften Gleichstrom des Galvanischen Heilpflasters erzielt werden. Hierzu wird der verletzte Muskel ebenfalls längs durchströmt. Auch hier wird oberhalb des betroffenen Areals die Aluminium-Elektrode und unterhalb die Kupfer-Elektrode angebracht.

7.2. Gelenkverletzungen

Eine häufige Sportverletzung ist auch die Verstauchung eines Gelenkes, besonders des Sprunggelenkes. Bei einer reinen Verstauchung (Distorsion eigentlich für Verdrehung) kommt es zu einer Dehnung des Gelenkkapsel-Band-Apparates mit eventuell kleinen Einrissen in der Gelenkkapsel. Die Bänder bleiben in diesem Fall intakt. Es kann aber trotzdem zu einer starken und äußerst schmerzhaften Schwellung kommen, wie sie sicher jeder schon einmal im Bereich des oberen Sprunggelenkes erlebt hat. Als erste Maßnahme hat sich die Ruhigstellung, je nach Schwere der Verletzung im elastischen Verband, in der Aircast-Schiene oder im Gipsverband, bewährt. Häufig werden zur Linderung der Beschwerden und zur Beschleunigung der Heilung zusätzlich Salben (z.B. Voltaren) auf die Haut gebracht.

Aber auch bei der einfachen Gelenkverletzung, wie sie die Sprunggelenkdistorsion darstellt, kann das Galvanische Heilpflaster erfolgreich eingesetzt werden. Die Querdurchströmung nach Abbildung führt zu einer Linderung der Beschwerden, zur Abschwellung und zu einer Heilungsbeschleunigung. Wenn Sie außerdem noch zur Iontophorese z.B. Voltaren-Salbe unter der Kupferelektrode auf die Haut bringen (wie in Kapitel I 12. beschrieben), wird der Heilungsprozess weiter beschleunigt und die Schmerzlinderung verstärkt. Zusätzlich ruhiggestellt werden sollte das Gelenk aber in jedem Fall trotzdem.

Häufig sind Beschwerden auch auf die Überlastung der Sehnenansätze an den Knochen zurückzuführen. Ein typisches Beispiel ist der sogenannte Tennisarm. Durch eine chronische Überlastung des knöchernen Ursprungs der Unterarmstreckmuskulatur an der Außenseite des Ellenbogengelenkes kann es zu stark schmerzhaften Reizungen kommen.

Grundvoraussetzung für eine Heilung ist auch hier zunächst einmal die konsequente Schonung des betroffenen Armes. Mit Hilfe des elektrischen Stromes kann eine Linderung der Beschwerden und eine Beschleunigung der Heilung erreicht werden. Hierzu kleben Sie die Kupferelektrode des PAINMASTERTMs auf den schmerzhaften Sehnenansatzpunkt und die Aluminiumelektrode in Richtung Hand auf die Unterarmstreckmuskulatur (Abb. 41).

Insgesamt muß betont werden, daß mit dem PAINMASTERTM vom Therapieprinzip her alle Erkrankungen behandelt werden können, bei denen die bisher üblichen elektrotherapeutischen Verfahren eingesetzt werden. Wie Sie in diesem Buch sehen konnten, ist die Anwendung von Gleichstrom in Form der stabilen Galvanisation zur Behandlung nicht neu. Neu ist nur das Prinzip, mit einem sanfteren Strom über längere Zeit zu behandeln.

Wichtig ist es auch noch zu erwähnen, daß offene Hautverletzungen mit dem Elektrodenpflaster nicht in Kontakt gebracht werden dürfen.

Überlastung des Sehnenansatzes - z.B. beim Tennisarm

Durch eine chronische Überlastung des knöchernen Ursprungs der Unterarmstreckmuskulatur an der Außenseite des Ellenbogengelenkes kann es zu stark schmerzhaften Reizungen kommen, die uns unter dem Namen Tennisarm bekannt sind. Grundvoraussetzung für eine Heilung ist zunächst einmal die konsequente Schonung des betroffenen Armes. Mit Hilfe des elektrischen Stromes kann eine Linderung der Beschwerden und eine Beschleunigung der Heilung erreicht werden. Hierzu kleben Sie die (Kupfer)-PAINMASTER-Elektrode auf den schmerzhaften Sehnenansatzpunkt und die Aluminium-Elektrode in Richtung Hand auf die Unterarmstreckmuskulatur (Abb. 41).

8. Überbein (Ganglion) am Handgelenk

Viele Menschen klagen über ein sogenanntes Überbein im Bereich des Handgelenkes zum Handrücken hin. Hierbei handelt es sich um eine Aussackung der Handgelenkskapsel mit gallertigem Inhalt und Entwicklung einer großen Schmerzhaftigkeit.

Auch dabei wird die PAINMASTER-Elektrode aus Kupfer auf dem druckschmerzhaften Punkt plaziert. Im Interesse einer relativ freien Handgelenksbeweglichkeit sollten Sie diese Elektrode evtl. ca. 2cm in Richtung Handrücken kleben. Wird danach die Aluminium-Elektrode des PAINMASTERs auf dem Unterarm (handflächenseitig) befestigt, kommt es zu einer direkten Durchströmung des betroffenen Handgelenkes (Abb. 42).

9. Spannungskopfschmerz und Migräne

Des sanften Gleichstromes entspannende Wirkung ist auch im Kopfbereich zu spüren. Spannungskopfschmerzen und Migräne lassen sich wirksam behandeln. Hierzu wird die Aluminium-Elektrode des PAINMASTERs entweder in Stirnmitte (Abb. 43) oder bei einseitigen Migränebeschwerden über dem Stirnbeinhöcker der jeweiligen Seite nach Abbildung 44 aufgeklebt.

Die Kupfer-Elektrode plazieren Sie, wie unter "3. Beschwerden im Halswirbelsäulenbereich" beschrieben, über dem Dornfortsatz des 7. Halswirbelkörpers (knöcherner Vorsprung im Nacken). Da viele Akupunktur-Meridiane dieses Gebiet durchziehen, kommt ihm eine große Bedeutung zu. So konnte festgestellt werden, daß die Wirkung bei Kopfschmerzen auch dann erhalten bleibt, wenn die Aluminium-Elektrode auf der Brust unterhalb der Drosselgrube befestigt wird. So können Sie sich eventuell das Tragen einer Elektrode im Gesicht ersparen.

10. Schlafstörungen

Bei der Behandlung von Wirbelsäulenbeschwerden mit einem Gleichstrom, bei dem sich der (+)Pol kopfwärts und der (-)Pol fußwärts über der Wirbelsäule befindet (sog. absteigende Galvanisation), ist häufiges Einschlafen beschrieben worden. Der gleiche Effekt ist zu erzielen, wenn Sie wie unter "9. Spannungskopfschmerz und Migräne" die Aluminium-Elektrode des PAINMASTERs auf die Stirnmitte und die Kupfer-Elektrode auf den Dornfortsatz des 7. Halswirbelkörpers kleben.

11. Iontophorese (Strom + Arzneimittel)

Bei besonders hartnäckigen, insbesondere stark chronifizierten, punktförmigen Schmerzen läßt sich die Methode der Gleichstrombehandlung mit der Salbenbehandlung kombinieren. Indem Sie unter der Kupfer-PAINMASTER-Elektrode ein wenig Diclofenac (Voltaren)-, Indometacin- oder Salicylsäure-Salbe auf dem schmerzhaften Punkt auftragen, wird sie im Sinne der Iontophorese (s. Kap. F 3.3.2.) vom Gleichstrom sogar noch in die Tiefe des Gewebes getragen. Bei den genannten Rheumamitteln handelt es sich nämlich um schwache Säuren mit leicht negativer Ladung, die von der negativen Kupfer-Elektrode in die Haut gerdrückt werden.

Weitere Anwendungen bei Beschwerden anderer Fachgebiete sind durch die Behandlung über die entsprechenden Triggerpunkte möglich.

12. Zusammenfassung des Wirkmechanismus

Bei der Behandlung der Wirbelsäulenbeschwerden und aller anderen muskulären Verspannungen wurden die Patienten meist innerhalb von 1-3 Tagen beschwerdefrei und der Behandlungserfolg hielt über Wochen bis Monate an. Der Behandlungserfolg hängt stark vom Grad der knöchernen Wirbelsäulenveränderungen ab.

Bei den Arthroseschmerzen scheint hingegen eine längere Anwendung notwendig zu sein. Die hier fehlende langfristige Nachwirkung erklärt sich aus dem ausschließlich schmerzlindernden Effekt des galvanischen Stroms am Gelenk. Eventuelle Abweichungen hiervon sind aber möglich, wie Einzelfälle bewiesen haben.

Demgegenüber wird im Bereich der Muskulatur neben der Schmerzlinderung auch eine nachhaltige Muskellockerung erreicht, die in den meisten Fällen allein schon zum Verschwinden der Beschwerden führt.

Der deutlich gelockerte Zustand der behandelten Muskulatur war für die hinzugezogenen Krankengymnasten unter ihren Händen eindeutig spürbar. Durch diese einfache Behandlungsmethode wird die Verspannung der schmerzenden Muskulatur soweit unter das Schmerzniveau gesenkt, daß es einer mehr oder weniger langen Zeit bedarf, bis die Verspannungen durch ungesunde Lebensweise (mangelnde Bewegung und Haltungsfehler) wieder das Niveau der Schmerzhaftigkeit erreichen.

Aus diesem Grund sollten Sie den durch die PAINMASTER - Elektroden erreichten schmerzfreien Zustand nutzen, um auch aktiv etwas für Ihre Wirbelsäule zu tun.

Zurück zum Inhalt des Buches

Zurück zur homepage

Copyright Dr. med. Mario Bergner, Deisenhausen